Badeunfälle: Gelsenkirchen schickt KOD an den Kanal
Veröffentlicht: Dienstag, 23.06.2026 06:00
Nach den tragischen Badeunfällen am Rhein-Herne-Kanal schickt die Stadt Gelsenkirchen jetzt den Kommunalen Ordnungsdienst dorthin.
- KOD patrouilliert jetzt am Kanal
- 16-Jähriger kommt bei Badunfall ums Leben
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollen verstärkt Streife laufen, auf Gefahren hinweisen – und wenn nötig auch Verbote aussprechen.
Am vergangenen Wochenende hatte es am Kanal in Gelsenkirchen mehrere schwere Badeunfälle gegeben. Ein 16-Jähriger kam dabei ums Leben. Die Feuerwehr war mit ihrer Taucherstaffel vor Ort und versuchte den Jugendlichen zu reanimieren – ohne Erfolg. Ein 14-Jähriger und ein 19-Jähriger liegen nach Angaben der Stadt noch im Krankenhaus – beide in Lebensgefahr.
Stadt und Feuerwehr Gelsenkirchen sprechen deutliche Warnung aus
Stadt und Feuerwehr machen jetzt noch einmal deutlich: Der Rhein-Herne-Kanal ist kein Badegewässer. Er ist eine viel befahrene Wasserstraße – und das macht ihn lebensgefährlich. Große Binnenschiffe erzeugen einen starken Sog, der selbst geübte Schwimmerinnen und Schwimmer unter Wasser ziehen kann. Die Schiffe selbst können Badende oft gar nicht rechtzeitig sehen und haben außerdem einen sehr langen Bremsweg. Ausweichen ist praktisch unmöglich.
Innerhalb von 100 Metern rund um Brücken, Wehren oder Anlegestellen ist das Schwimmen sogar ausdrücklich verboten.
Die Stadt appelliert deshalb: Sucht euch Abkühlung lieber in Freibädern oder an bewachten Badestellen.