Verkauf von BP in Gelsenkirchen wird offenbar geprüft

Radio Emscher Lippe

Verkauf von BP in Gelsenkirchen wird offenbar geprüft

In Gelsenkirchen steht der Verkauf der BP-Raffinerie offenbar auf der Kippe. Einem Medienbericht zufolge will das Bundeswirtschaftsministerium den Deal prüfen lassen.

Das BP-Werk in Gelsenkirchen-Scholven
© Olaf Ziegler / FUNKE Foto Services GmbH
  • Eigner der Klesch-Group sei bereits aufgefallen
  • Prüfungen durch die Regierung sind bei wichtigen Anlagen möglich


Die Raffinerie in Gelsenkirchen soll an die Klesch-Group verkauft werden. Wie das Magazin „Der Spiegel“ berichtet, stehe hinter der auf ⁠Malta ⁠ansässigen Gruppe ein undurchsichtiges ⁠Firmenkonstrukt mit einem Büro in der Steueroase Jersey. Ihr Eigner, Gary Klesch, sei zudem in Deutschland bereits aufgefallen: Nach einer Raffinerie-Übernahme 2010 bei Heide in Norddeutschland habe er sich geweigert, rund 117 Millionen Euro Übergewinnsteuer zu zahlen. Die Bundesregierung darf laut Außenwirtschaftsrecht solche Käufe prüfen, wenn Investoren wichtige Anlagen übernehmen wollen, die für die Versorgung und Sicherheit in Deutschland eine große Rolle spielen.