Polizei Gelsenkirchen kämpft gegen Jugendgewalt

Radio Emscher Lippe

Polizei Gelsenkirchen kämpft gegen Jugendgewalt

Weil es zuletzt immer mehr Angriffe und Überfälle von Minderjährigen auf andere Kinder und Jugendliche gegeben hat, steht das Thema jetzt im Fokus der Polizei.

Wappen auf der Uniform eines Polizisten
© Oliver Mengedoht / FUNKE Foto Services
  • Ermittlungskommission gegründet
  • Ziele: Täter stellen und Fälle verhindern

Die Gelsenkirchener Polizei nimmt sich die steigenden Fälle von Jugendgewalt in der Stadt vor. Sie hat eine Ermittlungskommission gegründet, bei der es speziell um Fälle an Straßenbahnhaltestellen geht. Dort und an anderen Orten haben zuletzt wieder häufiger Minderjährige andere Kinder und Jugendliche angegriffen oder überfallen. Teileweise sind die Täter unter 14 und damit noch nicht mal strafmündig.

Die Polizei will in der Ermittlungskommission klären, welche Gruppen genau dahinter stecken und wo Tatschwerpunkte liegen. Dabei sind die Beamten auch in zivil unterwegs. Ziel ist es, die jugendlichen Täter zu stellen und weitere Fälle zu verhindern.

Täter sind teilweise selber noch Kinder

Erst am Montagnachmittag sollen zwei Kinder in Gelsenkirchen-Ückendorf einen 13-Jährigen überfallen und verletzt haben. Ebenfalls im Februar wurden ein 15-jähriger ausgeraubt und ein 19-jähriger an einer Bushaltestelle angegriffen.

Seit knapp zwei Jahren gibt es bei der Gelsenkirchener Polizei auch schon die "SoKo Jugend". Die Einheit kümmert sich nicht nur um die Bekämpfung von Straftaten unter Jugendlichen - sie geht zum Beispiel auch in Jugendtreffs, um mit den jungen Leuten ins Gespräch zu kommen.