Rettungseinsätze könnten teuer werden
Veröffentlicht: Mittwoch, 17.12.2025 09:00
In unseren Städten drohen euch künftig hohe Zusatzkosten bei Rettungseinsätzen. Heute (17.12.) wird im Landtag über das Thema gesprochen.
- Geplante Eigenbeteiligung von bis zu 267 Euro
- Forderung nach einer landesweiten Lösung
Hintergrund ist ein Beschluss der Stadt Essen, die Kosten sogenannter Fehlfahrten künftig teilweise den Patienten in Rechnung zu stellen. Zu Fehlfahrten werden Einsätze gezählt, die keinen anschließenden Transport ins Krankenhaus brauchen. Krankenkassen übernehmen diese Kosten derzeit nicht mehr, was Kommunen stark belastet. Auch in Gladbeck, Bottrop und Gelsenkirchen führt das zu Problemen. Allein für Bottrop als Träger des Rettungsdienstes geht es um mindestens 1,4 Millionen Euro jährlich. Die angespannte Haushaltslage mache es unmöglich, diese Kosten zu übernehmen. Landesweit könnten jährlich so Mehrkosten von bis zu 250 Millionen Euro entstehen. Für euch könnte das bedeuten, dass ihr bei einem Einsatz bis zu 267 Euro Eigenbeteiligung zahlen müsst. Die SPD warnt deshalb auch vor der Gefahr, dass Menschen aus Angst vor Kosten zukünftig keinen Notruf mehr wählen. Als Vorbild für eine Lösung nennt sie Brandenburg. Dort übernehmen Krankenkassen übergangsweise die Kosten. Die SPD fordert eine schnelle, vergleichbare Lösung für NRW.