Bottrop: Korruptionsprozess muss neu aufgerollt werden

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Bottrop: Korruptionsprozess muss neu aufgerollt werden

Im Prozess um mutmaßliche Bestechung im Bottroper Ordnungsamt ist einer der Schöffen verstorben. Deshalb könnte sich ein Urteil noch lange hinziehen.

© Hans Blossey / Funke Foto Services
  • Besetzung des Gerichts ist nicht mehr vollständig
  • Termin für den Neustart steht noch nicht fest

Der Prozess um die Korruptionsvorwürfe im Bottroper Rathaus muss neu aufgerollt werden. Das hat uns ein Sprecher des Landgerichts Essen bestätigt - zuerst hatte die Bottroper WAZ berichtet.

Hintergrund: Einer der beteiligten Schöffen ist verstorben. Dadurch ist die Besetzung der Richter und Laienrichter offiziell nicht mehr vollständig und der Prozess muss komplett neu starten - inklusive Zeugenaussagen. Wann das der Fall sein wird, konnte der Sprecher noch nicht sagen. Für den neuen Termin müssten alle anderen Prozesse der Kammer berücksichtigt werden.

Darum geht es im Korruptionsprozess

Seit Februar dieses Jahres standen der ehemalige Leiter des Bottroper Ordnungsamtes und drei mutmaßliche Komplizen vor dem Essener Landgericht. Laut Anklage hatte der Hauptangeklagte in seiner Funktion als Amtsleiter Aufträge der Stadt bevorzugt an eine bestimmte Sicherheitsfirma vergeben. Dafür soll er von der Firma über Umwege privat Geld bekommen haben - es geht um rund 30.000 Euro. Außerdem sollen der Angeklagte und seine Frau gefälschte Impfzertifikate beschafft und selbst Corona-Tests gefälscht haben. Mitangeklagt sind die Frau des 52-Jährigen und zwei Geschäftspartner aus der Sicherheitsfirma. Alle Beschuldigten sind auf freiem Fuß.